Dieser Aspekt des Vernichtungskrieges wurde über Jahrzehnte hinweg nicht in der Erinnerungspolitik berücksichtigt, weder in Deutschland, noch in der Ukraine. Dabei wäre es falsch, von einem „vergessenen Genozid” zu sprechen. Denn in den Familien der Überlebenden war der Völkermord stets präsent. Die Mehrheitsgesellschaft hingegen hat ihn ignoriert und den Roma, die darüber sprachen, nicht zugehört.
Für die Ausstellung wurden Dutzende von Zeitzeug*innen in vielen Regionen der Ukraine interviewt und deren Erlebnisse dokumentiert. So soll der Genozid an den ukrainischen Roma stärker im Bewusstsein der Mehrheitsbevölkerung verankert und zugleich die Sensibilität für heutige Formen antiziganistischer Diskriminierung geschärft werden.
Am 03. November 2026 um 16 Uhr wird die Ausstellung in der Zentralen Universitätsbibliothek eröffnet.
Frank Brendle vom Bildungswerk für Erinnerungsarbeit und Frieden in Berlin wird über das Projekt Genocide Against Roma – Remember to Resist und die Entwicklung der Ausstellung sprechen.
Die Ausstellung ist auf Deutsch und kann zwischen dem 03.11. und 04.12.2026 während der Öffnungszeiten der Zentralen Universitätsbibliothek Greifswald besucht werden:
Montag–Freitag 8:00–22:00 Uhr, Samstag–Sonntag 9:00–22:00 Uhr.
Der Eintritt ist frei.
