Wer wird sichtbar – und warum? Den Gender Publication Gap erkennen und überwinden

Podiumsdiskussion

3. Juni 2026 16:30–18:00 Uhr

Wie kommt es eigentlich, dass bestimmte Leistungen in der Wissenschaft sichtbar werden, während andere systematisch untergehen? Welche Arbeitsschritte sind für eine Publikation erforderlich und unter welchen Bedingungen werden sie geleistet? In der Wissenschaft existieren strukturelle Barrieren, die zu einem ungleichen Publikationsverhalten von Frauen und Männern führen: „Frauen haben einen höheren Anteil an Care-Arbeit und administrativen Aufgaben in Institutionen, wodurch weniger Zeit für Forschung und Publikationen zur Verfügung steht. Darüber hinaus zeigen Studien, dass Frauen bei Peer-Review-Prozessen und bei der Auswahl von Forschungsanträgen des öfteren systematisch benachteiligt werden und ihre Manuskripte häufiger strenger bewertet werden.“ (https://www.innovative-frauen-im-fokus.de/infopool/daten-und-fakten/gender-citation-gap/gender-publication-gap/)
Die Podiumsdiskussion wird die strukturellen Mechanismen beleuchten, die geschlechtsbezogene Ungleichheiten in wissenschaftlichen Karrieren (re-)produzieren, und möchte gleichzeitig Bedarfe von Nachwuchswissenschaftler*innen ergründen sowie Maßnahmen für mehr Geschlechtergerechtigkeit im Wissenschaftssystem identifizieren.

Gäst*innen: Prof.in Katja Wengler (Prof. für Wirtschaftsinformatik an der DHBW), Dr.in Lena Eckert (Genderwissenschaftlerin/Netzwerk Mutterschaft und Wissenschaft), Dr.in Alessa K. Paluch (wissenschaftliche Mitarbeiterin am CDFI der Uni Greifswald), Christian Winterhalter (Direktor der Universitätsbibliothek Greifswald)
Moderation: Dr.in Jenny Linek (zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Uni Greifswald)

Vortragssaal der UB, Felix-Hausdorff-Straße 10 (hybrid – Link folgt)