Elektronische Weiterleitung von Fernleihaufsätzen an Besteller*innen

Fernleihbestellungen von Zeitschriftenaufsätzen und von Abschnitten aus Büchern können ab sofort aufgrund einer zeitlich bis zum 31. Juli 2021 befristeten Ausnahmeregelung per E-Mail direkt an Bestellerinnen und Besteller ausgeliefert werden.

Hintergrund:
Aufsatzlieferungen im innerbibliothekarischen Leihverkehr (Fernleihe) müssen gem. § 60h Urheberrechtsgesetz vergütet werden. Diese Vergütung und eine Reihe von Rahmenbedingungen dazu sind in einem Vergütungsvertrag (Gesamtvertrag 'Kopienversand im innerbibliothekarischen Leihverkehr'), der zwischen der Kultusministerkonferenz (KMK) und den Verwertungsgesellschaften (u.a. VG WORT) abgeschlossen wurde, geregelt. Hier ist in § 1 Abs. 1 festgelegt, dass der "innerbibliothekarische Leihverkehr [...] die Übermittlung von Bibliothek zu Bibliothek sowie die anschließende Aushändigung des körpferlichen Werkexemplars (ggfs. nach Ausdruck) an nicht kommerzielle Entnutzer" umfasst.

Auf Einwirken der Bibliotheken verzichten in einem Zusatzvertrag die Verwertungsgesellschaften (u.a. VG  WORT) im Zuge der Corona-Pandemie bis zum 31. Juli 2021 vorübergehend auf die Notwendigkeit einer Aushändigung von körperlichen Werkexemplaren (Ausdrucke).


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